INSM kauft Barbara Eligmann

INSM Lexikon Die INSM weitet ihre Propagandamaschinerie immer weiter aus. Auf ihrer Homepage stellt sie schon seit Jahren ein vermeintlich politisch neutrales Lexikon zur Verfügung, welches wirtschaftliche und politische Begriffe erklärt. Freilich sind diese Definitionen durchsetzt von marktwirtschaftlicher Propaganda und mitnichten wissenschaftlich oder gar objektiv. Auch beschwören die Definitionen die Notwendigkeit von marktwirtschaftlichen Reformen. Im Sinne der INSM heißt das: Abschaffung von Arbeitnehmerrechten, mehr Marktradikalität, Privatisierung von öffentlichen Gütern, Kürzung von sozialen Leistungen usw. Nun hat die marktwirtschaftliche Lobbyvereinigung die TV-Moderatorin Barbara Eligmann gekauft, welche in kleineren Online-Videos, dem Wirtschaftslexikon (WiLex), den Politik-Laien die Welt erklären soll.

Zu den Begriffen des Ölpreises, der Generationengerechtigkeit, der Inflation, der Lebensmittelpreise sowie der Bankenkrise gibt es bisher Videos mit Barbara Eligmann als Moderatorin. Ganz im Stile der Sendung mit der Maus werden im schönen Neusprech die Begriffe erklärt, sodass sie auch jeder verstehen kann. Die einseitige Propaganda ist für den Politikinteressierten jedoch schnell zu erkennen.

Beispiel: Generationengerechtigkeit. Frau Eligmann erzählt dem Zuschauer, dass der Generationen-Vertrag, d.h. die Jungen sorgen für die Alten, indem sie in die Rentenkassen einzahlen nicht mehr gültig sei. Schuld sei, der Demographische Wandel, denn es gäbe zu viele alte Menschen und gleichzeitig zuwenig junge Menschen. Die Lösung für das Problem ist laut INSM und Eligmann, die Erhöhung des Renteneintrittsalters, die Kürzung der Renten, Steigende Beitragszahlungen zur Renten- und Pflegeversicherung sowie mehr Eigenverantwortung. Bewusst verschwiegen wird das Problem der großen Arbeitslosigkeit in Deutschland. Denn, wenn mehr Menschen in sozialversicherungspflichtige Jobs und eben nicht in Mini-Jobs, Zeitarbeit oder Ein-Euro Jobs gebracht werden, gibt es auch mehr Beitragszahler. Außerdem kann eine erhöhte Produktivität den Generationen-Vertrag sehr wohl aufrecht erhalten. Deutschland ist derzeit so reich wie noch nie deshalb ist das heraufbeschwören von leeren Kassen nicht nur völlig unglaubwürdig und unseriös, sondern verschweigt ganz gezielt die derzeitige Verteilungspolitik des gesellschaftlichen Reichtums, welche in den letzten Jahren einseitig zugunsten der Vermögenden in Deutschland reformiert wurde. Abgesehen davon, wird auch hier der demographische Wandel als Horror-Szenario und Fakt beschrieben, welches jedoch mitnichten der Fall ist. Er ist und bleibt eine Prognose, welche sich jederzeit ändern kann, sobald der politische Wille dafür da ist.

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