Die freie Mitarbeit

»Einen gesetzlich geregelten Vertragstyp »freie Mitarbeit« gibt es nicht. Die Bezeichnung eines Beschäftigungsverhältnisses »freies Mitarbeiterverhältnis« ist in der Praxis lediglich der Ausdruck dafür, die beiderseitige Rechtsbeziehung den Regeln des freien Dienstvertrages zu unterwerfen« (vgl. Hille, 1993)

Dann schauen wir uns die große Freiheit beider Vertragsparteien mal genauer an:

Was ist alles passiert...

Wir sind nun bei einem neuen Webspace-Provider: Campusspeicher. Dort ist eigentlich alles glatt gelaufen, außer dass eine benötigte Datei für den Blog nicht aktiviert war, was aber eigentlich laut Webpaket so versprochen war. Aber es wurde am nächsten Tag auf mein Ticket reagiert. Nicht so toll ist es dagegen mit unserem alten Provider gelaufen: Wir haben nur die Domain dort weggezogen und die haben gleich unseren Account gelöscht. Kein Zugang mehr und evt. alle Daten weg. Klasse Aktion und weckt Vertrauen, Server-Drome. Nach dem wir nun so viel neues technisches Potential haben, soll dieses natürlich auch genutzt werden. Es kommen also bestimmt neue Features (aber nur wenn man sie wirklich braucht oder wir sie total klasse finden). Weiterlesen

Ein Serverproblem

Mit zeitgeistlos.de sind wir seit unserer Geburt bei server-drome.de. Damals gab es ein Startangebot, wo wir für einmalige 10€ unser Serverpaket gekauft haben und nun im Monat nur eine Gebühr für unsere Top-Level-Domain abdrücken müssen. Ein vergleichbares günstigeres Webpaket gibt es bestimmt nicht. Am Anfang haben wir gemerkt, dass wir nur Webbürger 2. Klasse waren (im Gegensatz zu denen die monatlich Zahlen), da es öfter mal mit unserem Server Probleme gab. Inzwischen hat sich das aber gelegt und ich dachte schon, wir haben einfach unverschämtes Glück. Weiterlesen

Die Welt ein Comic

Vielleicht eine etwas hochtrabende Überschrift. Aber wird das reale Leben vielleicht auch schon »simpsonized«? Vorgestern habe ich dieses Bier in einem deutschen Supermarkt gefunden und war zumindest überrascht. Wem »Duff« nichts sagt, dieses Bier wird in der Zeichentrickserie »The Simpsons« getrunken und dieses Bier wird wirklich unter offizieller Lizenz vertrieben. So wird aus Fiktion Wirklichkeit.

Geld abschaffen!

Willst Du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Geld. Das runde Metall und schwere Papier verdirbt den Charakter, macht abhängig, gierig, egoistisch. Solange man Kind ist, gibt es eine zeitlang eine geldlose Welt. Eine Welt voller Liebe, Zuneigung und spielerischer Erfahrungen. Sobald man jedoch in die Schule kommt, wird jeder auf die kapitalistische Verwertungsmühle vorbereitet: sich verkaufen lernen und irgendwie zu Geld kommen.

Der Papalagi spricht folgendermaßen über das Geld der westlichen Zivilisationen:

Geld ist seine Liebe, Geld ist seine Gottheit. [...] Es gibt viele, deren Augen sind blind geworden vom Zählen ihres Geldes. Es gibt viele, die haben ihre Freude hingegeben um Geld, ihr Lachen, ihre Ehre, ihr Gewissen, ihr Glück, ja Weib und Kind. Fast alle geben ihre Gesundheit dafür hin. [...] Darum will auch jeder viel Geld haben. Und jeder mehr als der andere. Darum die Gier danach und das Wachsein der Augen auf Geld zu jeder Stunde. [...] Wenn nun einer viel Geld hat, viel mehr als die meisten Menschen, so viel, daß hundert, ja tausend Menschen sich ihre Arbeit damit leicht machen könnten, er gibt ihnen nichts. [...] Und du erkennst bald, daß das Geld ihn krank gemacht hat, daß alle seine Sinne vom Geld besessen sind.

Warum schaffen wir das Geld nicht einfach ab und erarbeiten ein Konzept einer geldlosen Gesellschaft?

cool und obdachlos

Ein vermeintlicher Obdachloser in China ist durch seinen Kleidungsstil zu einer Stilikone geworden. Ein Fotograf habe zufällig ein paar Bilder gemacht und sie ins Internet gestellt. Schnell bildete sich daraufhin ein Hype in China um den 34jährigen Cheng Guorong.
Ob Guorong wirklich obdachlos ist oder ob dahinter PR-Leute oder sogar ein Schauspieler steckt, ist die eine Frage. Die andere ist, ob der Personenkult um einen Obdachlosen, das Thema der Obdachlosigkeit wirklich ins Zentrum rückt oder ob sich die Leute im oberflächlichen Image-Bewusstsein und der Coolness ergießen?

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Bitte Lächeln!

»Versuchen Sie, ein positiver, fröhlicher, heiterer Mensch zu sein. Seien sie optimistisch, und ermutigen Sie andere. Seien Sie fröhlich und locker. Legen Sie sich eine Ausstrahlung zu, von der andere sich angezogen fühlen. Egal, wie es in Ihrem Privatleben aussieht, lassen Sie es die Kunden nicht spüren.«

- Brian Tracy, Verkaufsstrategien für Gewinner, Seite 76

Lächeln gehört zum Geschäft. Lächeln ist Geschäft. Mit Lächeln macht man Profite, lockt Kunden an, gibt ihnen ein gutes Gefühl. Lächeln ist ein immanenter Bestandteil der Verkaufsstrategie, der Werbung. Eine Maßnahme, die Geld in die Taschen der Profitmacher spülen soll. Lächeln ist hier nicht nur künstlich, kalt und unehrlich, sondern verbirgt die Fratze des Kapitalismus: Egoismus, Gier und Profitdenken. Der zwischenmenschliche Mechanismus der Anziehung und Sympathie wird instrumentalisiert, zur Ware degradiert. Ob Versicherungsvertreter, Bankangestellte oder Kassierer – sie alle sollen ein »freundliches Auftreten« an den Tag legen und möglichst viel lächeln. Weiterlesen

Neulich in der U‑Bahn...

...saß mir eine etwas ältere Frau gegenüber, als sie plötzlich einen jüngeren Herren wieder erkannte. Daraufhin folgte ein Dialog zwischen den Beiden, der in Sachen Sklavenmoral und Arbeitsfetischismus fast schon repräsentativ war:

Sie: »Wie gehts Dir? Haste endlich Arbeit?«
Er: »Gut. Ne, keine Arbeit.«
Sie: »Ach komm, so richtig Bock haste eh nicht, wah? Gibs zu, bist bissl faul?«
Er: »Ich will ja arbeiten, finde aber nix. Ich such auch schon....« (es folgt eine große Rechtfertigungsrede)

Vielleicht hätte er sagen sollen: »Ja, ich bin stinkend faul, ernähre mich von Chips, Pizza und Cola,  sitze nur vorm Fernseher, werde immer fetter und will sowieso nicht arbeiten«. Ob die Ironie eine Wirkung gezeigt hätte? Oder wäre die Antwort dann: »Wenigstens bist Du ehrlich« gewesen?

»Nicht die Selbstvermarktung einschlafen lassen«...

...rät uns die Personalberaterin Maren Lehky in Zeiten der Wirtschaftskrise. Anständiges sich-verwursten, sich wertvoll machen, sich einbringen, sich anstrengen, Leistung zeigen, schuften bis der Arzt kommt. Ach nein, das solle man natürlich schon vermeiden, sagt Lehky. Aber »sich einen Tick mehr engagieren als sonst«, das wäre schon ganz gut. Weiterlesen