
Zu dieser Jahreszeit höre ich es wieder auf Lohnarbeit und im Bekanntenkreis: »Ich bin krank. Ich hab Corona.« Immer noch. Nach rund 6 Jahren. Dann frage ich sie, woher sie das denn wissen würden? Sie hätten einen Test gemacht. Zu dem sie Niemand gezwungen oder aufgefordert hat. Okay. Aber warum macht Ihr eigentlich keinen Test auf Grippe oder Rhinoviren?
Und wenn es symptomatisch (Kopfschmerzen, Fieber, Erkältung etc.) überhaupt keinen Unterschied macht, ob es nun Corona, Grippe oder einer der Millionen anderen Viren ist, warum dann diese Betonung auf »Corona«? Und wenn Ihr euch alle regelmäßig weiter impfen und boostern lasst, warum bekommt Ihr als Geimpfte eigentlich regelmäßig »Corona« und ich als Ungeimpfter gar nicht mehr?

Der überwiegende Teil sozialer Interaktionen besteht darin, sich gegenseitig zu bestätigen. Sich in Sicherheit zu wiegen. Die eigenen Unsicherheiten zu kompensieren. Dazugehören und geliebt werden zu wollen. Die rhetorischen und subtilen Vehikel dafür sind Humor, Empörung und Lästerei.
Seit einiger Zeit entdecke ich immer häufiger Artikel und Beiträge, in denen weibliche Personen in der Öffentlichkeit über Liebe, Beziehungen, Sex oder Dating reden und schreiben. Häufig mit einem süffisanten Unterton, der in aller Regel lautet, dass die Männer an allem schuld sind und das die Welt für die Frauen so ungerecht sei.

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In den alternativen und freien Medien existiert eine regelrechte Bildungsromantik. Es werden Elfenbeinturm-Experten und selbsternannte Kinderversteher (Buchautoren, Dozenten, Wissenschaftler, Bildungsexperten etc.) eingeladen und interviewt, die häufig eine bestimmte pädagogische Maßnahme, eine vermeintlich kreative Methode oder Didaktik, als zielführende Allheilmaßnahme aus der Bildungsmisere anpreisen. Wenn das alles mal so einfach wäre.